Mittwoch, 8. Oktober 2014

Elite: Dangerous



Elite gehörte zu den mythischen Dingen die knapp vor meiner Zeit stattfanden, auf die ich jedoch durch ihren Einfluss auf die späteren Werke ihres Genres immer wieder aufmerksam gemacht wurde. Bei Filmen etwa waren es Bladerunner, Alien und Dune über die ich erst Anfang der 90er mit 12 über Erwähnungen in Spielezeitschriften stolperte, wenn diese dort als Referenz erwähnt wurden.
Diese gehören heute alle zu meinen Lieblingsfilmen. Bei Spielen ist es etwas schwieriger.
Wer sie im Original und zu ihrer Zeit nicht erlebt hat, denen wird der Zugang durch den technischen Fortschritt erschwert. Da ist man irgendwann nicht mehr bereit sich die originale mit ihrer minimalistischen Grafik und umständlichen Steuerungen noch anzutun. Und so hatte ich das original Elite von 1984 nie gespielt. Zu dieser Zeit kannte ich wenn überhaupt nur LCD Spiele und Automaten mit Space Invaers und Wonderboy. Und ich glaube auch später auf dem Amiga habe ich es mir nur aus neugier nur einmal kurz angesehen. 

Elite von 1984 und Elite für den Amiga 

Dafür liebte ich die Nachfolger. Frontier: Elite II und Frontier: First Encounters. Letzteres kaufte ich mir sogar als ich aus dem Urlaub wiederkam im Softwareshop am Bahnhof nachdem ich meine Oma auf der sechsstündigen Zugfahrt davon überzeugte welch tolles spiel es denn sei. ;) 


Frontier: Elite II und Frontier: First Encounters

Ein 3D Weltraumspiel in dem man ohne vorgaben so ziemlich das ganze real abgebildete Universum oder zumindest weite Teile unserer Galaxie bereisen kann. Wahnsinn. Vor allem natürlich die Möglichkeit in unser Sonnensystem zu Springen um dort zu Mars, Erde und Mond zu fliegen waren schier unglaublich faszinierende Möglichkeiten für einen Jungen der schon immer von Filmen wie Kampfstern Galactica und Krieg der Sterne sowie von Flugsimulationen begeistert war.

Die Elite Spiele hatten nie eine Story und festgelegte Missionen mit dem Spieler als Mittelpunkt, so wie es etwa bei Wingcommander üblich war. Hier hingegen startete man einfach in einem Raumschiff mit ein wenig Geld auf einem der Raumstationen oder Raumhäfen ohne vorgegeben zu bekommen was man nun tun soll. Geld lies sich mit Handel, Aufträgen, Kopfgeldjagd, Mineralabbau oder Piraterie verdienen. Dies konnte man in bessere Ausrüstung oder neue Schiffe investieren, während man von System zu System springt und das Universum erforscht.

Kickstart:

All dies versprach Entwicklerlegende David Braben nun auch für den vierten Teil der Serie als er das Projekt Elite: Dangerous bei der Crowdfundingplattform Kickstarter den Fans der Reihe vorstellte.
Das Projekt wurde von denen begeistert unterstütz, schaffte das Finanzierungsziel und wird aktuell aktiv entwickelt. Es befindet sich momentan in der Beta 2 an der jeder Teilnehmen kann der 60€ dafür investiert. 20€ mehr als das Spiel im momentanen Vorverkauf für die Releaseversion kostet.

Und eines vorweg, es sieht großartig aus:
Und nicht nur das. Es macht auch schon richtig Spaß!
Während sich die erste öffentliche Beta von vor zwei Monaten aufgrund der vielen noch nicht implementierten Features noch nicht komplett und etwas langweilig anfühlte, haben es die Entwickler von Frontier Development inzwischen geschafft eine echte Betaversion eines richtigen Spiels abzuliefern. Wobei es sich jedoch immer noch um ein Spiel in der Entwicklung und im Betatest handelt. Viele Bugs und noch einige Features die noch fehlen oder noch weiter überarbeitet werden.
Dennoch fühlt es sich schon wie ein Spiel an, bei dem einen immer wieder die Kinnlade herunterklappt.






















Gamefeatures:

500 Sternensysteme gibt es inzwischen zu erforschen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
So wurde jüngst die Entdeckungs- und Kartographiefunktion in der Beta 2 vorgestellt.
Kommt man in eines der Sternensysteme hat der Computer noch keine Daten über das System. Weder wieviele Himmelskörper sich in ihm befinden, noch über welche bahnen sie sich bewegen. Aktiviert man seinen Basisscanner erhält man einen groben überblick über alle Objekte im Umkreis von 500 Lichtsekunden und deren Bahnen. Schaltet man seine Ziererfassung auf eines davon und fliegt nah genug heran werden die Objekte benannt und klassifiziert. Objekte die weiter weg sind lassen sich durch beobachten der Sterne entdecken in dem man beobachtet welche Sterne sich vor den anderen bewegen und diese dann anfliegen, bis man auch diese Scannen kann. Die so gesammelten Daten lassen sich auf der nächsten Raumstation gewinnbringend verkaufen. Andererseits lassen sich diese Daten aber auch einfach kaufen, wenn man sich lieber auf andere Wege beschäftigen und zum Beispiel einfach nur Handeln möchte.
In der finalen Version wird es übrigens 400 Milliarden Sternensysteme geben, bis auf die in der direkten Nachbarschaft welche über authentische Daten verfügen werden diese Prozedual vom Computer generiert und benannt.


Das Einzige was in Teil 2 und 3 funktionierte und es in das neue Spiel erst über ein Addon geben wird ist das Landen auf Planeten. Außerdem ist auch geplant dass man auf diesen auch aussteigen kann und auf ihnen sowie auf seinem Schiff und den Raumstationen herumlaufen kann. Zusätzliche Käufe gibt es bei Elite Dangerous darüber hinaus jedoch nur für optische Aufwertungen wie etwa besondere oder gar limitierte Schiffsbemalungen. Keine Extrawaffen oder ähnliches Pay to win.

Was jetzt und zum Release schon geht ist außer dem Erforschen der Handel, in Asteroidengürteln Mineralien abbauen und gesuchte Schiffe auf die ein Kopfgeld ausgelobt ist abzuschießen um dieses zu kassieren. Auch an Militärkonflikten kann man teilnehmen und sich für eine Seite entscheiden
und bekommt dann eine Abschussprämie. Dafür stehen einen etliche Waffensysteme zur Verfügung: Vom Puls, Burst und Beam Laser in verschiedenen Ausführungen, Ausbaustufen und der Wahl zwischen starrer Montage, kardanischer oder vollautomatischer Turmaufhängung über Partikelkanonen und Gatlinggeschütze und Massekanonen, sowie Raketen und Minen ist viel Auswahl geboten. Ähnlich komplex lassen sich die restlichen Bereiche der Schiffe ausbauen. Schildgenerator raus, dafür ein Lagerraum für Ware rein. Oder doch lieber ein Scanner? Besserer "Hyperraumantrieb" und größerer Tank und schon ist das Schiff bereit für die Erforschung unbekannter Gebiete.


Ebenso kann man andere Spieler und NPCs ausrauben in dem man sie so bedrängt dass sie ihre Fracht abwerfen oder ihre Frachtluke entweder aufschießt oder ein Gerät abfeuert welches diese öffnen soll. Die Fracht die im Weltraum treibt lässt sich dann mit der Frachtschaufel des eigenen Schiffes bergen. Diese ist dann jedoch als gestohlen markiert. Wird man von einer Polizeipatrouille damit gescannt eröffnen diese das Feuer. Verkaufen kann man solch heiße ware nur auf dem Schwarzmarkt, bevorzugt in anarchischen Systemen und Piratenstationen. Will man sich an der Polizei in normale Stationen mit Schwarzmarkt schleichen erhält man bessere Preise,
muss sich aber mit dem Wärmemanagement des Schiffes auseinandersetzen um kühl und damit "unter dem Radar" beziehungsweise dem Scanner zu bleiben.

Wer es erstmal ruhiger angehen möchte pendelt erstmal zwischen den Systemen und sucht sich lukrative Handelsrouten. Die Preise fluktuieren aber je nachdem wie oft diese bedient werden.
So kann mit zu großen Schiffen und mehreren Spielern die immer nur eine Ware von A nach B schaffen schnell ein Überangebot entstehen oder die Bestände der produzierenden Station knapp werden. Dann hilft es nur noch in der galaktischen Karte die Handelsrouten auszuwerten und sich eine Neue zu suchen. Alternativ kann man auch die Terminfracht anderer bewegen.
Wer sich aber nicht beeilt oder unterwegs von Piraten abgefangen wird dem kann es passieren dass der Termin verstreicht und die Fracht dann als gestohlen markiert wird. Dies hat dann unter anderem den Nachteil dass seine Reputation beim entsprechenden Auftraggeber sinkt. Mal abgesehen von der Reaktion der Polizei wenn diese einen dann erwischt.


Abseits von den ganzen spielerischen Möglichkeiten macht es aber auch Spaß einfach nur herumzufliegen und sich das wunderschöne Universum anzusehen. Riesige Raumstationen die sich zur Erzeugung von Schwerkraft mit ihren großen Habitatsringen drehen, kleine Außenposten ohne Schwerkraft im niedrigen Orbits um idyllische Planeten oder verschiedene Asteroidengürtel aus Gestein, Erz oder Eis, auf denen sich das Licht des nächsten Sterns spiegelt und diese glitzern lässt.
Wie die ganzen Sternensysteme werden auch diese Stationen prozedual erzeugt und sehen deshalb immer etwas anders und abwechslungsreich aus. Mal abgesehen davon dass es sowieso etliche verschiedene Typen von ihnen gibt. Selbst arme von reiche Stationen unterscheiden sich im inneren.




Perepherie und Hardware

Oft genug jedenfalls erwischt man sich dabei einfach nur staunend zuzugucken wie imposant alles ist.
Vor allem wenn man einen Headtracker wie TrackIR verwendet die die eigenen Kopfbewegungen in das spiel übersetzen und so ein natürliches umschauen ermöglichen welches einen den Eindruck vermittelt wirklich in einem Raumschiff zu sitzen, während man die Sonne beim aufgehen über einem Planeten zuschaut oder durch eine Raumstation fliegt. (Außerdem werden so die holografischen Anzeigen der Schiffssysteme teilweise durch die Blickrichtung aktiviert.) Noch vereinnahmender wird es in Zukunft mit der Oculus Rift, der Virtual Reality Brille mit Headtracking die ebenfalls voll unterstützt wird. Hat man dann noch einen Joystick mit einen echtem Schubregler (HOTAS) wie dem X52 von Saitek hat man damit nicht nur die volle Kontrolle über fast alle Funktionen sondern auch die perfekte Illusion, denn diesem System bedient sich sein virtuelles Ich im Cockpit ebenfalls, natürlich vollständig in Echtzeit animiert.


Spielen lässt sich Elite Dangerous natürlich auch mit Maus und Tastatur.
Wie viel Spaß das macht und ob es nicht bald für Frust sorgt sei jedoch dahingestellt.
Ich bin gleich mit einem Playstation Gamepad gestartet. Hier kann man z.B. durch drücken der Analogsticks zwischen Steuerung der Steuerdüsen und der Blickrichtung umschalten und so mit etwas Übung schon sehr gut zurecht kommen. Immerhin muss man Schub vorwärts wie rückwärts, alle Achsen eines Flugzeuges sowie die Steuerdüsen für hoch / runter und links / rechts verwalten.
Aber in Kämpfen ist es schon echt schwer sein Schiff richtig auf den Gegner auszurichten und zu feuern während man beschleunigt und verzögert. Mein Tipp wäre darum wenn ein echtes Hotas System zu teuer ist erstmal einen Joystick mit mindestens einem Cooliehad (Rundblick- 4 oder 8 Wegeschalter), einem drehbaren Griff für die Gierachse, und einer eigenen Schubachse zu greifen. Der Thrustmaster T.Flight Stick X USB der Logitech Extreme 3D Pro der Thrustmaster T.16000M oder der Thrustmaster T.Flight Hotas Stick X würden sich dafür etwa gut eignen wenn man zunächst nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte oder man für ein Hotas System nicht so viel Platz hat.


Der PC sollte über eine halbwegs aktuelle Mittelklasse Grafikkarte mit 2 GB Ram
(So im Preis ab 120 Euro ist man denke ich dabei.) und einen moderneren i3 oder i5 Prozessor oder vergleichbar gute varianten von AMD verfügen. Von meinem i5 4460, der R9 280 und 8 GB DDR3 RAM bekomme ich meistens über 60 Frames pro Sekunde in 1080p Auflösung mit höchsten Details geliefert. Nur in Stationen sinken die Frames um 10-15 FPS oder gar auf über die Hälfte in richtig dichten Asteroidengürteln. Aber die Entwickler haben auch versprochen an der Leistung ihrer eigenen Grafikengine bis zu Release noch zu optimieren. Die CPU wurde bislang vom Spiel nicht ausgelastet. Daher reicht wohl auch ein etwas älteres oder kleineres Modell.

Wer jetzt schon zusteigen möchte kann es hier tun: https://store.zaonce.net/elite-dangerous-cat.html
Jedoch ist das Spiel noch in der Beta, mit jede menge Bugs beladen und die Spielfortschritte werden zum Start der Releaseversion und vielleicht auch schon wieder zur Beta 3 am 28. Oktober zurückgesetzt. Vorbesteller erhalten jedoch genau wie Betatester zum Release zusätzlich zum Spiel auch noch digitale Inhalte wie z.B. ein Eagle Schiff extra mit einigen Lackierungen und ein digitales Artbook. Außerdem kostet das finale Spiel dann nach erscheinen regulär 60€. Man spart also noch.

Ich habe den Kauf in die Beta jedenfalls nicht bereut. Auch wenn nicht alles glatt läuft macht es schon sehr viel Spaß und bietet jede menge WOW-Erlebnisse. In den Foren trifft man aber halt auch Leute die enttäuscht sind und die von den Bugs vorerst vergrault auf die Releaseversion warten.
Das Spiel an sich ist im Gegensatz zum großen Kickstarter Bruder Star Citizen von WingCommander Schöpfer Chris Roberts jedoch schon fast final. Letzteres ist mir einfach noch viel zu früh in der Entwicklung und alles noch zu Abstrakt um mich auch dort schon einzukaufen.

Zu guter letzt noch ein aktuelles Video das nach 2 Minuten wirklich atmosphärisch wird:

Freitag, 5. September 2014

Stromverbrauch eines Gaming PCs

Endlich habe ich mir mal ein Strommessgerät gekauft.
Das Brennenstuhl PM231. Das sollte laut Usertests ganz gut sein, und kostet nur 10 Euro.
Nun kann ich endlich mal nachmessen wie viel Strom mein PC so verbraucht.
Vor allem der Betrieb im Idle und Standby interessierte mich, aber auch die maximale Stromaufnahme, da ich mir beim PC Zusammenstellen einige Gedanken zu Grafikkarten, Prozessoren und Netzteilen sowie dessen Stromverbrauch gemacht habe.

Mein PC besitzt ein 580 Watt Netzteil aus der Straightpower E9 Serie von be quiet!,
eine Intel Core i5 4460 CPU der Haswell Refresh Generation mit 3,2 Ghz und 3,4 Ghz Turbo,
sowie eine AMD Radeon R9 280 Grafikkarte der DirectCU II Top Reihe von Asus.

Die Grafikkarte soll eine TDP von 200-210 Watt haben, die CPU eine TDP von 84 Watt.
Das Netzteil bietet 580 Watt (kurzzeitig bis 650 W) bei einer Effizienz von bis zu 93%.

Mein PC verbraucht nun 0,8 Watt im heruntergefahrenen Zustand und 1,8 Watt im Standby.
Im Leerlauf unter Windows (Idle) sind es ca. 34 Watt in der Windows 7 Energieoption "Ausbalanciert" in der der Prozessor auf 800 Mhz heruntertaktet wenn ihm Langweilig wird, sowie nur 36 W in der Einstellung "Höchstleistung" in der der Takt zwischen 3,2 Ghz und dem 3,4 Ghz Turbo pendelt.

Das überraschte mich schon mal sehr. Scheinbar sind die Powerstates des Prozessors im Leerlauf wichtiger als die Taktung. Leider kommt mein PC laut dem Tool ThrotleStop nur in den Powerstate C3. C6 oder gar die C7 States der neuen Haswell CPUs sind meinem System scheinbar leider fremd. Hier hätten sicher noch ein paar Watt gespart werden können. Woran es liegt weiß ich nicht. Es könnte laut einigen Forenberichten an meiner Samsung SSD liegen, oder auch am Mainboard obwohl es dort im H97 Chipsatz natürlich einzustellen ist. Probiert habe ich jedenfalls bis auf Hardwaretausch und anderem Betriebssystem schon alles.

Beim 1080p Youtube schauen verbraucht der PC zwischen 50-85 Watt je nach Vollbild und Codec.

Soviel zum Alltagsverbrauch. Doch was ist das Maximum?
Wie groß muss ein Netzteil wirklich dimensioniert sein für so ein Mittelklasse Gaming System?

Der CPU bin ich mit Prime95 zu leibe gerückt. Hier werden Primzahlen auf allen Kernen berechnet, was eine Last erzeugt die der Prozessor im Alltag nicht mal beim Videocodieren erleben dürfte.
Dabei komme ich auf 110 Watt.

Das Selbe gibt es auch für Grafikkarten. Furmark ist ein kleiner Benchmark der mit der richtigen Einstellung durch die "simple" Darstellung eines bepelzten Donuts die Grafikkarte so ins schwitzen bringt dass sie sich wünscht sie könnte sich mal etwas beim Firestrike 3D Mark ausruhen.
Hier komme ich auf normaler Werks(über)taktung der Asuskarte auf 250 Watt.
Die Gamingeinstellung der Software verbrät 285 W, meine eigene anpassung 295 Watt
und auf der höchsten Einstellung die ich mich traue anzuwenden 335 Watt.
(Letztere sind aber schon Einstellungen gewesen die Grafikfehler erzeugten.)

Kombiniert man nun die beiden Lasttests liegt der Verbrauch zwischen 320 (normal) und 415 Watt (maximales Overclocking).
Letzteres ist der höchste Wert den ich aus der Kiste herausbekommen habe.

Im 3D Mark Firestrike komme ich übrigens selbst mit Prime95 nicht über 300 Watt, obwohl ich dort ohne die CPU zu foltern bei maximalem Overclocking der Grafikkarte schon auf 280 Watt kam.
Bevor ich die Furmark Tests machte glaubte ich daher schon an ein Defekt des Netzteils oder an eine Limitierung des Mainboards. Jedenfalls dürfte damit klar sein dass man im Alltag selbst beim Spielen von anspruchsvollen Titeln diese Extremwerte gar nicht erreicht.

Fazit:
Ein gutes 450 Watt Netzteil würde für ein solches System also wohl ausreichen und wahrscheinlich im Idle auch noch etwas mehr Strom sparen, da die Netzteile bei unter 20% Auslastung sehr ineffizient werden.

Das hatte ich mir so schon gedacht. Die Wahl fiel auf das 580 Watt Modell jedoch aus dem Grund dass es ein Kabelmanagement bot welches nur einen Port am Netzteil für meine Grafikkarte belegte (1x8 und 1x6er PCI-E Anschluss). Und das 480 Watt Modell bot nur einfache 6-8er Kabel pro Anschluss. Dies war mir wichtig da ich nur ein kleines mITX Gehäuse, das Coolermaster Elite 130 besitze. Und in so kleinen Gehäusen ist man über jedes gesparte Kabel und jeden unbenutzten Port am Netzteil dankbar.

Nachtrag:
Habe noch ein Tool gefunden was die Grafikkarte WIRKLICH stresst: OCCT
Das Teil ist jedoch wirklich jenseits von gut und böse. Bis zu 460 Watt zeigte mein Messgerät an.
(Natürlich wieder mit Prime95 für die CPU und der übelsten Übertaktung der Grafikkarte.)
Dabei stieg der Verbrauch stätig mit der Temperatur, wohl wegen des thermalen Wiederstands.
Dieses Tool hat aber auch eine Funktion den Speicher auf der Karte auf Fehler zu überprüfen.
Finde ich sehr nütlich, da ich nun festgestellt habe dass meine bisherige noch "Praxistaugliche" Maximaleinstellung doch nicht mehr Praxistauglich war... Nutzte ich aber eh nur in Benchmarks.

Montag, 25. August 2014

Stromverbrauch von Grafikkarten

Ich habe mir nach über 10 Jahren in denen ich nur ein Netbook und dann ein Notebook nutzte einen PC zusammengebaut. Einer der Hauptgründe war eigentlich das fehlen von USB 3 an meinem Notebook was bei 11 Terabyte an externen Festplattenplatz schon sehr nervig sein kann. Gerade wenn man dann mal eine der Platten komplett kopieren möchte. (Ich habe mittlerweile über 800 aus dem öffentlich rechtlichen Fernsehen aufgenommene Filme, ettliche Serien und eine stattliche anzahl an Dokumentationen sowie viele RAW Fotos. Alles samt Backup.) Außerdem die eher bescheidene Leistung bei Lightroom und beim spielen.

Letzterem habe ich nun mehr Aufmerksamkeit gewidmet, da ich mich auf Spiele wie Elite: Dangerous und Star Citizen freue und auch gerne mal kleinere Steam Spiele wie Spintires spielen wollte. Ich habe wirklich lange hin und her überlegt ob mir da nicht eine nVidia GTX 750 Ti reicht, da diese nur 60 Watt statt 200 und mehr verbraucht. Diese basiert auf der neuesten nVidia Maxwell Architektur, ist jedoch nur eine Mittelklasse Grafikkarte für die man so um die 120 Euro berappen muss.

 Doch letztendlich war mir die gebotenen Leistung einfach zu niedrig. Moderne Spiele laufen auf ihren höchsten Einstellungen damit einfach nicht mehr in Full HD Auflösung von 1920x1080 mit 60 Bildern die Sekunde. Nicht mal mit 30. Ich habe mich also für das Modell mit der besten Preis/Leistung (in FPS) entschieden, nun eine AMD R9 280 für 180 Euro und dafür die Verbrauchskröte von bis zu 220 Watt geschluckt. Aber dieser Verbrauch wird ja schließlich nur in Spielen angefordert. Und selbst dort lässt er sich durch Untertaktung reduzieren wenn ein Spiel nicht so viel verlangt.

 Im Grunde ist es wie mit einem Toyota Prius. Sparsam in der Stadt durch E-Antrieb und dennoch die Option damit ausreichend schnell auf der Autobahn zu sein. Wenn ich spiele, dann darf ich auch gern mehr verbrauchen. Die meiste Zeit am Tag ist mein PC sowieso ausgeschaltet oder halt im Leerlauf. Und außerdem habe ich schon einen relativ Stromsparenden Haswell Prozessor und relativ viel Geld in ein effizientes 80+ Gold Netzteil gesteckt.

Letztendlich verbrauche ich im Jahr nun wahrscheinlich weniger als mit dem Notebook welches weil es ja nur 30 Watt verbraucht hatte im 24 Std. Permanentbetrieb war...

Warum ich das jetzt schreibe?
AMD hat gerade die R9 285 vorgestellt.
Quasi den Nachfolger meiner Karte mit etwa der selben Leistung jedoch mit einem um 30 Watt reduzierten Stromverbrauch. Für mich leider zu spät. Und da diese nun 50 Euro teurer sein dürfte wohl auch nicht interessant. Aber schön das die Entwicklung zur besseren Effizienz weiter voranschreitet.

Samstag, 7. Juni 2014

JBL Charge - Bluetooth Lautsprecher

Ich habe mir einen Bluetooth Lautsprecher für Unterwegs gekauft. Den JBL Charge.
Er bietet meiner Meinung nach die beste Balance zwischen Preis, Klang und Portabilität.


Ich wollte in erster Linie etwas haben mit dem ich mal Musik ohne Kopfhörer hören kann. Smartphone Lautsprecher haben nicht nur einen bescheidenen Klang, es fehlt ihnen ja auch an Lautstärke. Jetzt kann ich auch mal im Badezimmer beim Duschen noch was hören oder am See mit Freunden was anständig im Hintergrund laufen lassen. Für den audiophilen Musikgenuss im Wohnzimmer ist er wohl eher nichts, jedoch muss ich leider zugeben dass er besser und kraftvoller klingt als alles was ich sonst an Lautsprechern zu Verfügung habe. Selbst die Lautsprecher in meinem Auto haben weniger Lautstärke und Bass. Und sonst habe ich nur so einen Speedlink Notebook-Ersatz-Lautsprecher der auf dem Display hockt weil er besser ist als die Lautsprecher von Laptop und Handy, was aber auch kein Kunststück ist. Im Vergleich zum JBL Charge ist er aber ein Fiat Uno und der Charge ein Audi A6. :)

Klanglich gefiel er mir im Laden gegenüber einem UE Boom und dem Bose Soundlink Mini (beide so zwischen 170 und 200 Euro) recht gut. Er kam mir sehr ausgewogen abgestimmt vor. Der UE Boom klang etwas dumpfer, der Bose Mini hatte einen höheren fast übertriebenen Bass und klarere höhen, aber weniger mitten. Außerdem wirkte der Bass nach oben hin elektronisch abgeschnitten oder weg komprimiert. Das war jedoch in dem lauten Media Markt und mit einigem hin und her laufen und umkoppeln kein wirklich aussagekräftiger Test. Welcher nun wirklich den besseren Klang hat sei daher mal dahingestellt, das ist nämlich eh immer subjektiv. Inzwischen habe ich nun aber dennoch am Telefon den Equilizer so eingestellt dass ich auch etwas mehr Bässe, weniger mitten und mehr höhen habe. Wahrscheinlich bin ich in meinen Hörgewohnheiten einfach doch etwas vom Loudness War geschädigt. Daher bin ich mir nicht sicher ob der Bose nachher von der Klangfarbe nicht doch ohne Equilizer schon so klingt wie der JBL jetzt mit den Einstellungen. Aber auch wenn er nicht den Basshub des Bose erreicht so muss sich der JBL Charge da auch nicht gerade verstecken. Volle Lautstärke ist schon recht laut, kann dort aber auch je nach Musikstück und Equilizereinstellung mal leicht schäppern. Im Grunde ist dies aber kein wirkliches Problem bei diesem Gerät. Die Qualität stimmt.

Genial ist die Portabilität von dem Teil.
Es ist eine Dose von ca. 17 cm Länge und 8 cm Höhe bzw. 23,5 cm Umfang. Er passt in meinem Auto und bei vielen Fahrrädern in den Flaschenhalter, lässt er sich bequem mit einer Hand zu 3/4 umfassen und so prima tragen. Außerdem kommt er mit einer Transporttasche aus Neopren, in der die Höhen und hohen Mitten bei Betrieb aber fast gänzlich geschluckt werden. Daher ist sie praktisch wirklich nur zum Transport geeignet. Schade ist dass das USB Kabel nicht mit hineinpasst. Wäre für die namensgebende Charge Funktion ja schon recht sinnvoll. Gummilippen an der Unterseite als auch auf der linken Seite lassen eine sichere und flexible Aufstellung sowohl liegend als auch hochkant zu. Der große Vorteil ist die Laufzeit von bis zu 12 Stunden und dass er zur not auch das Telefon noch mit seinem Strom versorgen kann. Damit ist er anderen Geräten vor allen draußen in der Praxis wohl deutlich überlegen.
(Was nützt besserer Klang wenn der Akku zu schnell schlapp macht, oder das Teil zu unhandlich ist?)

Preis:
Ich habe 135 Euro bezahlt und finde den Preis absolut angemessen für das gebotene. Zwar ist er (bis auf das Gitter) nur aus Plastik und die Naht auf der Oberseite wirkt etwas billig, doch die Verarbeitung ist ansonsten tadellos. Außerdem kommt er neben dem Ladegerät auch noch mit der hübsch schlichten Neoprentasche.

Wer einen Portablen Lautsprecher sucht weil er damit am See oder beim Grillen im Garten Musik für seine Freunde abspielen möchte die auch noch gut klingt ohne sich mit einem Ghettoblaster abzuschleppen, und dabei noch ein Auge auf den Preis hat, für den ist der JBL Charge eine sehr gute Wahl. Als Ersatz für Telefonlautsprecher sowieso. Er bietet Portabilität bei geringen klanglichen Kompromissen und hoher Akkulaufzeit zu einem angemessenen Preis. Alles was günstiger ist klingt schlechter, nicht alles was teurer ist besser. Auch bieten viele teurere Geräte nicht die Akkulaufzeit oder sind größer. Und damit ist deren Portabilität für mich schon wieder eingeschränkt. Und das ist für mich halt der Zweck des Teils. Für den audiophilen Musikgenuss im Wohnzimmer ist er wohl eher nichts, jedoch muss ich zugeben dass er besser und kraftvoller klingt als alles was ich sonst an Lautsprechern zu Verfügung habe.

Hier noch ein paar Messwerte die ich mit dem Portapow Premium USB Messgerät gemessen habe:
Beim Laden mit dem mitgelieferten USB Netzteil fließt ein Strom von ca. 1850 mA bei 5,36 V.
Nach etwa 6500 mAh ist der Charge voll, was so ca. 3,5-4 Std. dauert.
Beim Aufladen an meinen Nexus 1.4 A USB Netzteilen und dem 10000 mAh Anker Akkupack
flossen hingegen nur 500 mA, obwohl die Nexus Geräte damit bis zu 1300 mA ziehen.
Ein anderes billiges no name 2A USB Netzteil gab dann wiederum wieder die 1850mA ab.
Zum aufladen sollte also nach Möglichkeit das beiliegende Netzteil und nicht das vom Telefon/Tablet verwendet werden,
da das Aufladen sonst bis zu 14 Stunden dauern könnte.

Mein Nexus 4 bekommt vom Charge 980 mA, wobei es am Netzteil bis zu 1350 mA verbraucht.
Man sollte das Telefon draußen im Betrieb also rechtzeitig (ab 30%) dran hängen,
da es unter Umständen im Betrieb immer noch mehr verbraucht als der Charge dem Gerät anbietet.
Zumindest wird es das Gerät im Betrieb wohl nicht mehr zusätzlich Laden, nur den Strom für Betrieb bereitstellen.

Sonntag, 30. Juni 2013

Raspberry Pi, XBian XBMC und X10 Remote

Da ich über mehrere Jahre ein Notebook unter dem Fernseher stehen hatte, um darauf die per onlinetvrecorder.com aufgezeichneten Sendungen und Filme mittels XBMC anzuschauen, suchte ich mindestens genau so lange nach einer eleganteren Lösung. Bei XBMC mit seiner optisch ansprechenden Bedienung, den Filmcovern etc. wollte ich jedoch unbedingt bleiben.

Ich überlegte mir schon einen "gejailbreakten" Apple TV zu kaufen, auf dem dann XBMC laufen würde, doch dann verrammelte Apple die Kiste bei der neusten Version, so dass es nicht mehr möglich war und die alten Kisten auf eBay zu horrenden Preisen angeboten worden. Die Boxee Box für 150€ hatte ich mal getestet. Doch diese war zu sehr auf Onlinekauf ausgerichtet und die OTR Videos ruckelten. Schade, ist doch die Fernbedienung wirklich super. Ein HTPC mit Atom Chipsatz oder so etwas würde eher so 300 Euro kosten. Zu viel. Also wollte ich, nachdem der Raspberry Pi am Anfang schwer zu bekommen war schon auf die Ouya warten,
für die es ja auch XBMC geben soll. Doch nun bin ich über einen Artikel zu XBian für den Raspberry Pi gestolpert und stellte fest das die Verfügbarkeit auf eBay und Co. nun ausgezeichnet ist. Also habe ich mir einen Pi mit Gehäuse und Netzteil, Kühlkörper, einen WLAN Stick, eine SD-Karte mit vorinstalliertem XBian und noch ein HDMI Kabel bestellt. Alles zusammen so um die 80 Euro.

An den einen USB Port die WLAN Antenne, an den anderen eine Laptop Maus gesteckt schloss ich alles an. Bootet schnell und ist komplett mit der Maus bedienbar, obwohl eine Tastatur die bessere Wahl wäre,
hatte ich aber nicht. Nunja, das WLAN lief erstmal irgendwie nicht. Ich habe dann mein Nexus7 Netzteil mit 2000 mAh angeschlossen, da das mitgelieferte nur 1000 mAh hatte und zwei USB Ports mit je 500 mAh diesen Wert ja schon allein benötigten, ohne den Rechner selbst noch mit einzurechnen... Damit lief dann alles ziemlich problemlos. Noch etwas per Menü übertaktet und alles flutscht. Divx, HD h264 Video, Youtube, alles Prima. CPU Last liegt bei HD so bei 30%. Der alte Laptop schaffte HD nichtmal und machte bei HQ Aufnahmen schon fast dicht...

Jetzt fehlte nur noch meine Fernbedienung, denn auf dauer die Kiste per Android App oder gar per Maus zu bedienen wäre auch keine Lösung gewesen. Das Steuerkreuz meiner X10 Medion Fernbedienung lief auch gleich auf anhieb, leider der OK Button nicht, und so konnte ich nichts anwählen. Also per SSH auf den kleinen Linuxrechner zugegriffen und meine Lirc Konfiguration vom Laptop überspielt. Ohne erfolg. :( Erst ca. 6 Stunden des herumprobierens später bekam ich sie endlich zum laufen. Dazu hatte ich per apt-get lirc nochmal neu installiert, die ati_remote Treiber in die blacklist verbannt und in der hardware.conf bei REMOTE_DEVICE="" /dev/lirc0 eingetragen. Komisch, unter Ubuntu brauchte es den extra verweis nämlich nicht.

DRIVER="atilibusb"
DEVICE="/dev/lirc0"

...ist auch alles was in meiner hardware.conf in /etc/lirc/ steht. Nun läuft auch alles. Meine alte lircd.config und die remote.xml usw. in den xbmc Ordnern brauchte ich nicht groß zu verändern. Diese hatte ich mir ja schon in meiner Ubuntu XBMC Installation für meine Medion_X10_20016398 zurechtgefriemelt.

Jedenfalls läuft nun alles und die Jahrelange Suche nach einer befriedigenden Wohnzimmerlösung hat spätestens dann ein Ende wenn ich mit einem zweiten Raspberry Pi den blöden Vodafone Router als Dateiserver ablöse. Den Job als XBMC Mediacenter bewältigt der Kleine nämlich ausgezeichnet!

Samstag, 23. Februar 2013

Amazon und Leiharbeit

Nun geistert mal wieder die Aufregung um die Arbeitsbedingungen bei Amazon durch die Welt.
Als ob wir das nicht auch schon mit Zalando, Lidl oder den Frisören hatten. Das selbe bigotte Spiel:
"Ich möchte Produkte und Dienstleistungen haben, aber bitte zum kleinst möglichen Preis. Aber bezahlen sie mir die Angestellten richtig, sonst empöre ich mich aber! Aber sowas von! Aber die Milch für 60 ct. können sie behalten, die ist zu Teuer! Dann nehme ich lieber die Lasagne für 1,89 Euro, da ist doch nur Filet vom Koberind drin, oder?!"

Eben weil der Kunde aus dieser bigotten Haltung nicht selbst heraus kommt und dennoch wieder das billigste kauft, obwohl er ja eigentlich die Resultate  dieser Handlungsweise selber anprangert, muss das Problem politisch gelöst werden. Der normale Kunde mit normal bescheidenen Einkommen ist mit dieser kognitiven Dissonanz halt überfordert. Wer will einem Leiharbeiter mit 6,50 Euro Stundenlohn auch vorwerfen dass er nur beim Discounter einkauft und sich im Internet streng nach der Preissuchmaschine orientiert statt z.B. in den kleinen Buchladen an der Ecke zu gehen? Lohndumping und Leiharbeit sind halt eine Spirale die nur nach unten zeigt und früher oder später sämtliche Lebensbereiche aller erfasst. Leider ist "die Politik" von den Interessen der falschen Seite gesteuert, da diese sich seit Jahrzehnten als Vertreter der Wirtschaft und nicht des Volkes begreift. Doch auch hier ist das Volk wieder zu bequem um etwas zu ändern. Oder halt vom Existenzkampf mit der Arbeit oder dem Amt um Harz IV zu sehr vereinnahmt um sich nebenher noch Gedanken um Politik zu machen und den freien Sonntag lieber mit Ausruhen zu verbringen als damit die Politik die für ihr Leid verantwortlich zeichnet abzuwählen. Wenn das Volk der Schafe dann endlich aufwacht weil plötzlich griechische Verhältnisse herrschen, dann ist es zu spät. Aber man tröstet sich damit es schon immer gewusst zu haben, dass das mal so kommt. Nur die Schuld, die hatten die Anderen.

Ich nehme mich als Kunde da auch nicht aus.
Auch ich kaufe oft beim Günstigsten Anbieter. Bestelle Klein und Zubehörteile per eBay aus China,
für manchmal nur ein Zehntel des Preises das der Handel hier von mir für das Originalteil verlangt.
Kein Wunder, verdiene ich doch auch nicht mehr als 8 Euro die Stunde....
In der Regel aber gebe ich auch gerne mal etwas mehr aus. Kaufe im Supermarkt, nicht im Discounter und bilde mir ein damit wenigstens noch ein bisschen was zu tun. Große Illusionen habe ich da aber auch nicht. Doch wenigstens bewege ich meinen Hintern am Wahltag noch immer ins Wahllokal, was ja über 40% der Deutsch auch schon nicht mehr tun, sich aber dennoch einbilden dann dennoch ungemindert über "die Politik" meckern zu können. Und die die ins Wahllokal gehen, aber seit 50 Jahren aus Tradition stets das selbe wählen, statt sich anzuschauen wie ihre Parteien da in der Vergangenheit gehandelt haben, die sind auch nicht besser als die die mit ihren ausreden zu hause bleiben.

Montag, 11. Februar 2013

Grundlagen und Begriffe der Digitalfotografie

Da ich mich hier nun in letzter Zeit viel mit dem Auswählen der richtigen Kamera beschäftigt habe, wollte ich nochmal für die unbedarften Ottonormalmenschen, die von der Materie gar nichts verstehen, ein paar Zusammenhänge und Begriffe (vereinfacht) erklären, die einem beim Verständnis der Materie helfen. Damit kann man dann auch viel leichter eine eigene Kaufentscheidung treffen.

Erstmal ein paar Grundlagen und Begriffe aus der Fotografie:

Blende:
Die Blende ist das lamellenförmige Gebilde innerhalb des Objektivs welches den Lichteinfall in das Objektiv bzw. auf den Sensor regelt. Wird "abgeblendet" schieben sich die Lamellen ringförmig von außen in das Objektiv und machen die Öffnung durch die das Licht kommen kann kleiner. Bei offener Blende (auch Offenblende) kann das Licht ungehindert auf den Sensor einströmen. Schließt man diese wird bei gleicher Belichtungszeit das Bild dunkler weil weniger Licht auf den Sensor kommt.
Zudem wird dadurch die Schärfentiefe beeinflusst. Dazu gleich mehr.

Lichtstärke des Objektivs, Blendenwert:
Wird in Blendenstufen angegeben. Z.B. "f/2.8" oder bei Objektiven auch "1:2.8".
Je niedriger dieser Wert desto mehr Licht kommt durch das Objektiv, umso Lichtstärker ist es.
Niedriger deshalb, weil er beschreibt wie groß die Blende ist, die in das Objektiv hineinragt und die Blendenöffnung schließt. Also je größer die Zahl, desto größer die Blende und um so kleiner die Blendenöffnung und um so weniger Licht kommt durch das Objektiv auf den Sensor.
Größere Blende (höhere Zahl) = abgeblendet = weniger Licht.
Kleinere Blende (nidrigere Zahl) = offenere Blendenöffnung = mehr Licht.
Lesen sie diesen Part ruhig mehrmals.
Bis man das begriffen hat, klingt es für den Leien nämlich zunächst furchbar unlogisch und kompliziert.
(Vor allem weil meist fälschlich von offener Blende, statt von offener Blendenöffnung geredet wird.)

Wichtig für den Kauf ist die Lichtstärke nun aus zwei Gründen.
Erstens dafür dass mehr Licht durch das Objektiv kommt, so dass bei Dunkelheit kürzer belichtet werden kann und es nicht so schnell zu Bewegungs- oder Verwacklungsunschärfe kommt. Zweitens weil die Blendenöffnung Einfluss auf die Schärfentiefe hat. Bei Zoomobjektiven ist die Lichtstärke selten über die gesamte Brennweite gleich. Deswegen wird hier die Anfangs als auch die Lichtstärke im Telebereich angegeben. Etwa so: 6.2-66.7mm 1:2.8-5.6 (Das wären im Tele vier mal weniger Licht)

Schärfentiefe:
Dies ist der Bereich in dem das Bild rund um den fokussierten Punkt scharf ist.
Bei "offener Blende" (kleinere Zahl) ist der Bereich kleiner, blendet man ab, wird er größer.

Will man nun z.B. bei Portraits ein Gesicht scharf, den Hintergrund aber unscharf haben, so braucht es eine offene Blende bzw. eine kleine Blendenzahl und eine hohe Lichtstärke. Ebenso ist dieser Effekt des Freistellens größer, je größer der Sensor, je näher das Motiv und je höher die Brennweite ist.

Will man jedoch eine Landschaft fotografieren, wird i.d.R. eine größere Schärfentiefe gewünscht.
Man möchte also sowohl den Vordergrund als auch den Hintergrund gleich scharf haben.
Es wird also abgeblendet und der Bereich der Scharf abgebildet wird (die Schärfentiefe) wächst.
Hier haben es kompakte Kameras mit kleineren Sensoren ausnahmsweise mal leichter!

Brennweite:
Der Abbildungsfaktor der Kamera.
Zum besseren vergleich oft als Äquivalent zum 35mm Kleinbildformat (KB) angegeben.
Bei Zoomobjektiven z.B. 24mm Weitwinkel - 300mm (Telebereich).
Wie viel Zoom ein Objektiv hat sagt noch nichts über die Vergrößerung aus.
Wichtig ist wie groß der Brennweitenbereich ist der vom Objektiv abgedeckt wird.
24mm-28mm ist normales Weitwinkel, für Innenaufnahmen bei Partys, Landschafts und Architekturaufnahmen (um z.B. den ganzen Dom auf das Bild zu bekommen).
200mm ist schon gutes Tele und kann die Objekte schon "näher heranholen".
Moderne Superzoomkameras schaffen bis zu 1200mm (KB), damit kann man noch auf einen Kilometer ein Autokennzeichen lesen. Das ist aber ein sehr extremer Wert. Meistens wird es bei normalen Kameras nicht über 300mm (KB) hinausgehen. Je höher die Brennweite desto Lichtschwächer wird die Optik sein. Außerdem ist es sowieso schon leicht bei diesen Vergrößerungen die Aufnahme zu verwackeln, weshalb die Kamera bei Brennweiten über 100mm schon besser über
einen optischen Bildstabilisator verfügen sollte, will man nicht immer ein Stativ verwenden.
Zu bedenken ist auch das Objektive mit einem höheren Brennweitenbereich (mehr Zoom) meist auch zu mehr Abbildungsfehlern wie Verzerrungen, Unschärfen und Lila Farbverläufen bei kontrastreichen Bildteilen am Rand neigen.

Belichtungszeit:
Je länger belichtet wird, also je größer die Zeitspanne ist auf der Licht auf den Sensor fällt, desto heller wird das Bild. Schließt man die Blende oder wird es dunkler muss diese Zeit angepasst bzw. verlängert  werden. Da das schließen der Blende noch andere Effekte hat, wird man zum regeln der Bildhelligkeit meistens die Belichtungszeit anpassen. Je höher oder länger diese wird, desto wahrscheinlicher ist es aber auch dass das Bild verwackelt. Die Belichtungszeit wird in Sekunden und Sekundenbruchteilen angegeben. 1" ist eine Sekunde. 1/4 ist eine viertel Sekunde und 1/250 halt eine zweihundertfünzigstel Sekunde. Beim Kamerakauf ist sowohl die maximale als auch die minimale Belichtungszeit wichtig. Wer Langzeitbelichtungen machen möchte (Nachtaufnahmen von Städten oder verwischende Lichter von Autos) sollte mindestens 15 Sekunden belichten können. Wer am Strand bei gleißender Sonne noch mit offener Blende Fotos machen möchte für den ist 1/2000 Sekunde noch zu lang. 1/4000 wären besser.

Sensorgröße, Megapixel , Pixelgröße und Cropfaktor:
Hier kommen wir nun zum Pudels Kern der Digitalfotografie.
Die Sensorgröße ist neben der güte des Objektivs der größte Einflussfaktor auf die Bildqualität.
Je größer der Sensor und um so größer die Pixel darauf, desto besser ist in der Regen die Bildqualität.

Mal vereinfacht: Der Sensor besteht aus vielen einzelnen Fotozellen, den Sensorpixeln die je einen Bildpunkt (Pixel) des Fotos erzeugen. Je mehr Pixel, desto größer die Auflösung, weil das Foto nachher um so mehr Bildpunkte hat. In der Praxis ist es aber alles andere als einfach. Müssen mehr Pixel (Megapixel) auf die gleiche oder eine kleinere Sensorfläche, verringert sich deren Größe und erhöht sich das Bildrauschen. Deshalb haben digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) die besser Bildqualität und deutlich weniger Rauschen bei gleicher Pixelzahl.
Analoger Kleinbildfilm hatte eine Diagonale von 35mm. Dieses Maß haben Vollformat DSLRs auch heute noch. Kleiner ist APS-C welches von Einsteiger DSLRs und Spiegellosen Systemkameras verwendet werden. Kompaktkameras haben in der Regel einen 1/2,3 Zoll Sensor. Dieser hat lediglich 3,3% der Fläche eines KB-Sensors. Die "Edelkompakten" mit ihrem 1/1,7" Sensor immerhin 5%.
1" Sensoren haben 13%, APS-C Kameras immerhin schon 40% der Fläche eines Vollformat Sensors.

Dies macht deutlich dass die Pixelgröße bei gleicher Megapixelzahl auf einem kleinen 1/2,3" Sensor aberwitzig klein sein muss. Was dazu führt dass jeder Pixel im vergleich zur DSLR ungleich weniger Licht bekommt und sich die Pixel auch noch gegenseitig stören, was zu Bildrauschen führt, welches durch kamerainterne Nachbearbeitungen wie Rauschfilter versucht wird abzuschwächen. Dies führt wiederum zu einem verwischten oder verwaschenen Bildeindruck (oft auch an ein Aquarell erinnernd) in der 100% Ansicht der Aufnahmen. Dieser Effekt steigt mit höherer ISO Empfindlichkeit exponentiell an. Auch können kleinere Sensorpixel nicht so viel Ladung aufnehmen und haben deswegen einen geringeren Dynamikumfang.

Deshalb ist eine höhere Megapixelzahl bei so kleinen Kompaktsensoren alles andere als wünschenswert, auch wenn die Marketingabteilungen der Kamerahersteller in der Vergangenheit genau diese Megapixelzahl als Qualitätsmerkmal angepriesen haben und diese immer höher geschraubt wurde. Dabei wurden eigentlich 6MP als das Optimum für 1/2,3" Sensoren angesehen,
wogegen sie durch Weiterentwicklung des Sensortechnik und der Rauschreduktion heute auch gerne noch 9-12MP haben können. Darüber wird es aber zusehends unansehnlicher in der 100% Ansicht.

Wieso werden nun also so kleine Sensoren überhaupt verwendet?
Im wesentlichen um kompakte Kameras mit großen Brennweitenbereich günstig zu bauen.
Die Sensorgröße hat nämlich durch den Cropfaktor Einfluss auf die Verwendung des Objektivs.
Kleinbildkameras brauchen große und qualitativ hochwertige Objektive, die schwer und teuer sind.
Das gilt um so mehr wie man mit der Brennweite in den Telebereich geht. Eine Superzoomkamera mit 1/2,3" Sensor hat mit 108mm Brennweite (dank des Cropfaktors von 5,6) die selbe Vergrößerung, wie eine KB Kamera mit 600mm Brennweite und kostet dabei lediglich 300 €. Ein gutes 600mm Teleobjektiv einer Vollformat DSLR kostet alleine schon 10000 €! Gewicht und Größe sind dabei dann ähnlich ausladend. Das selbe 500mm Objektiv der Vollformatkamera an einer APS-C Kamera hätte aufgrund des Cropfaktors von 1,6 den Bildausschnitt eines 800mm APS-C Objektivs, also ein KB Äquivalent von 800mm.

Außerdem hat die Sensorgröße erheblichen Einfluss auf die Schärfentiefe.
Mit einer Vollformat oder APS-C DSLR lassen sich Motive relativ einfach Freistellen und der Hintergrund verschwimmt ein ein schön diffuses Bokeh ohne störende Konturen. Einen solch guten Effekt kann man mit einem Kompaktsensor nicht erreichen. Man kann durch das Wählen einer niedrigen Blende, mittleres heranzoomen und größerem Abstand zum Hintergrund versuchen den Effekt hin zu bekommen, aber das wird halt nie ein Vergleich zu dem sein was mit einem Vollformatsensor möglich ist.

ISO Empfindlichkeit:
Neben Blende und Belichtungszeit kann man zum Aufnehmen in dunklen Umgebungen noch die Lichtempfindlichkeit des Sensors erhöhen. Wird die ISO Zahl verdoppelt, muss bei gleicher Blende und Helligkeit des Motivs nur noch halb so lange belichtet werden. Die meisten Sensoren fangen bei ISO 80 - ISO 100 an und gehen bis zu ISO 1600 und höher. 1/2,3" Sensoren rauschen allerdings oft schon bei ISO 200-400 merklich und sind bei ISO 1600 kaum noch zu gebrauchen. Wogegen DSLRs sich bei ISO 1600 noch Pudelwohl fühlen, bis ISO 6400 noch sehr gute Bilder machen und bis ISO 25600 und mehr gehen.

Dynamikumfang:
Gibt an wie viel Blendenstufen unterschied von Helligkeit in einem Bild dargestellt werden kann.
Stellen wir uns Folgendes Motiv vor: Ein Haus was vor einem Blauen Himmel mit Wolken steht.
Im Optimalfall sieht man das Haus, den blauen Himmel und die weißen Schäfchenwolken mit allen Details. In der Realität wird ein geringer Dynamikumfang aber dazu führen dass entweder das Haus unterbelichtet sprich zu dunkel, oder der Himmel oder mindestens die Wolken Überbelichtet, sprich zu hell sein. Man sieht dann das Haus mit Details, den Himmel aber als weiße Masse, oder zumindest in den Wolken keine Details mehr, weil diese überstrahlt sind. Oder halt der Himmel ist perfekt Blau, die Wolken detailreich dargestellt aber das Haus nur als schwarze Silhouette erkennbar.
Der Dynamikumfang wird jedoch bis bei Labortests kaum angegeben.
Heutzutage besitzen Digitalkameras aber oft eine Funktion um die Tonwertkurve anzupassen, Details aus den Schatten zu holen und Lichter nicht im Weiß absaufen zu lassen. Active D-Lighting bei Nikon, Dynamic Range Correction bei Canon etc. genannt. Hierzu wählt die Kamera dann ISO und Belichtung entsprechend aus.

Autofokus:
Digitale Spiegelreflexkameras sind neben dem geringeren Bildrauschen und dem größeren Einfluss auf die Schärfentiefe zum Freistellen von Motiven aber noch in einem anderen Bereich deutlich im Vorteil,
nämlich beim Autofokus. Hier wird nämlich mit speziellen Kreuzsensoren die Schärfe gemessen und sind dabei nicht auf das langsamere und oft ungenauere Kontrast AF System anderer Kameras angewiesen. Außerdem verfügen sie meist auch über deutlich mehr Fokuspunkte.
Darum sind wenn es darum geht Sportler oder andere sich bewegende Objekte zu fotografieren DSLRs immer im Vorteil.

Display und Sucher:
Bei DSLRs wird das Bild vom Objektiv in den optischen Sucher gespiegelt.
Hier hat man die beste Auflösung, realistischte Umgebungshelligkeit, keinerlei Probleme mit Parallaxe oder Latenz. Dafür ist eine 100% Abdeckung des Bildausschnitts dort nur bei Hochwertigen Modellen gegeben. Hat man einen elektronischen Sucher (EVF), bekommt man meist eine Vorschau wie das Bild belichtet wird und gleichzeitig kann man sich wie auf dem großen Display noch Zusatzinformationen wie Einstellungen, elektronische Wasserwagen oder ein Histogramm anzeigen lassen. Auch ist hier 100% des Bildes zu sehen und man kann sich zur Beurteilung der Schärfe oft einen Ausschnitt vergrößert anzeigen lassen. Helligkeit, Verzögerungen, gerade bei wenig Licht oder hoher Blende und vor allem die Auflösung limitieren die Vorteile aber etwas. Für das Display gilt das selbe. Bei beiden solle die Auflösung möglichst hoch sein. 900.000 Pixel sind zur Zeit eigentlich stand der Dinge. In höheren Preisklassen gibt es aber auch schon Displays und Sucher die über 2 mio. Pixel  auflösen. Die klassischen Sucher in Kleinbildkameras sind meist bessere Gucklöcher und leiden oft an Abdeckungen durch das Objektiv und durch die versetzte Achse sieht man nicht genau das was nachher auf dem Bild landet. Sie sind eigentlich nur Notbehelfe wenn man z.B. wegen Sonneneinstrahlung auf dem Display nichts mehr sieht.

HDR, High Dynamic Range:
Um den Dynamikumfang eines Fotos massiv zu erhöhen werden 2, 3 oder mehr Bilder direkt Hintereinander mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen und zusammengerechnet. "Früher" machte man das Aufnehmen auf dem Stativ per Hand, dann konnte man bei den Kameras das
per Bracketing (Belichtunsreihe) automatisch aufnehmen lassen um die Bilder dann am PC zusammenzurechen. Mittlerweile bieten die meisten Kameras eine HDR Funktion, die HDR Bilder intern zusammenrechnet.

PASM Modi, Manuelle Einstellungen etc.:
Anfänger Fotografieren meist erstmal im Automatikprogramm.
Dies regelt von Belichtung, über Blende und Fokus bis ISO alles und man muss sich zum Foto machen nur um dem richtigen Bildausschnitt und den Zeitpunkt zum Auslösen kümmern. Für Knipser reicht das. Für diejenigen die mehr Einfluss auf das Bild haben wollen gibt es noch weitere Modis: PSAM.
P steht für Programm Automatik. Hier kümmert sich die Kamera um Blende und Belichtung, man kann jedoch meist bestimmen wie die Belichtungsmessung erfolgen soll, auf was man Fokussieren will und welchen ISO wert man verwenden will. Außerdem kann die Belichtung in 1/3 EV Schritten korrigiert werden. Darüber hinaus gibt es "A" für Aperture Priority (Blendenpriorität) in dem Modus man die Blende selbst bestimmen und damit Einfluss auf die Schärfentiefe nehmen kann. Und "S" für Speed Priority (Geschwindigkeits- / Belichtungspriorität) in dem man die Belichtungszeit selber wählen kann. (Bei Canon heißt die Blendenpriorität "Av" und die Belichtungspriorität "Tv".) Bei M für Manuell kann man dann alle Werte im Rahmen die die Kamera einem bietet selber festlegen.

RAW Format:
Mittlerweile nehmen auch viele Kompakt und Bridge Kameras optional im RAW Format auf.
Hierbei wird das Bild so wie es vom Sensor kommt unkomprimiert auf die Speicherkarte abgelegt, noch bevor es durch die Bildverbesserungs und Bearbeitungsroutinen des Bildprozessors geht.
Dies hat den Vorteil dass man die Bilder dann am PC selbst "entwickeln" kann, und so Weißabgleich, Rauschreduzierung, Kontrast und Sättigung selbst einstellen kann. Auch bei .jpg Bildern aus der Kamera überstrahlte oder Unterbelichtete Bildteile können so oft noch gerettet werden, da RAW einem noch mehr Reserven in der Dynamik bietet. Da die Bilder unkomprimiert sind sind sie allerdings ca. 4 mal so groß wie ein .jpg Bild auf höchster Qualitätstufe.


So, das sollte wohl erstmal als Übersicht über die Materie und für einen Grundlagenartikel reichen.
Fragen und Anmerkungen (z.B. wenn ich hier irgendwo totalen Quatsch erzählt habe) gerne in die Kommentare. ;)